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Mikrodrama der Woche

05/11/2012


„Ich komm nach Hause, die Wohnung ist leer – Menschenskind, ich werd nicht mehr!“
„Typisch. Jetzt, wo ich alles aufgelöst habe, stellt sich plötzlich heraus, dass an dir ein Dichter verloren gegangen ist.“
„Aufgelöst? Was soll das heißen?“
„Das kannst du dir doch selbst zusammenreimen. Mit deinem lyrischen Sachverstand.“
„Alles aus dem Leim, ich mach mir einen Reim – nicht mit mir, verdammt nochmal! Sofort wieder her mit all unserm Krempel!“
„Vorbei ist vorbei. Bastel dir halt ein paar süße Erinnerungen.“
„Du meinst, dafür ist reichlich Zeit an den kalten, dunklen Winternachmittagen, ja? In diesem zugigen Nichts von einer Bleibe, ja?“
„Schöner hätte ich es nicht sagen können.“
„Du hättest gar nicht erst versucht, es schön zu sagen.“
„Für Schönheit habe ich all die Jahre keine Zeit gehabt. Das wird jetzt aber anders.“
„Und wo ist das ganze Zeug hin?“
„Entrümpelt, verwertet, weißt schon.“
„Soll heißen, es wiederholt sich nun irgendwo als Farce.“
„Genauso wie wir zwo Hübschen.“

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From → Mikrodrama

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